Einweihung der innovativen Kompostierhalle der AKG Agrar Kompost GmbH

Cadolzburg/Seckendorf, 13. Mai 2026 – Nach gut einem Jahr Bauzeit hat die AKG Agrar Kompost GmbH ihre neue Kompostierhalle in Seckendorf offiziell eingeweiht. Mit der ersten Anlieferung von Bioabfall wurde die Anlage feierlich in Betrieb genommen. Zahlreiche Gäste aus Politik und viele Projektbeteiligte nahmen an der Veranstaltung teil, darunter Cadolzburgs Erste Bürgermeisterin Sarah Höfler sowie Landrat Bernd Obst.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Geschäftsführer Johann Peter die anwesenden Gäste und blickte auf die intensive Planungs- und Bauphase der vergangenen Monate zurück. Mit der neuen geschlossenen Rottehalle erweitert die AKG Agrar Kompost GmbH ihre Kapazitäten zur Verarbeitung von Bio- und Grünabfällen deutlich und investiert zugleich in moderne Umwelt-, Energie- und Klimatechnik.

„Mit der heutigen Inbetriebnahme beginnt ein neues Kapitel für unsere Anlage in Seckendorf“, erklärte Geschäftsführer Johann Peter. „Die neue Halle ermöglicht uns eine noch effizientere und emissionsärmere Verarbeitung organischer Abfälle. Damit stärken wir die regionale Kreislaufwirtschaft und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz.“

Die neue Kompostierhalle verbindet Abfallwirtschaft, erneuerbare Energieerzeugung und Klimaschutz in einem ganzheitlichen Konzept. Die Hauptrotte des Bioabfalls erfolgt künftig in einer geschlossenen, abluftgeführten Halle, wodurch Geruchsemissionen deutlich reduziert werden. Gleichzeitig erzeugt die Photovoltaikanlage auf dem Hallendach einen Großteil des benötigten Stroms selbst. Ergänzt wird das Energiekonzept durch einen Batteriespeicher, der überschüssige Solarenergie für Zeiten geringerer Sonneneinstrahlung verfügbar macht.

Besonders hervorzuheben ist zudem das innovative Wassermanagement der Anlage. Sämtliches Niederschlagswasser von Dach- und Verkehrsflächen wird gesammelt, in unterschiedlichen Qualitätsstufen gespeichert und im Kompostierungsprozess wiederverwendet. Dadurch werden Wasserressourcen geschont und Stoffkreisläufe konsequent geschlossen – ein wichtiger Beitrag zur Klimaanpassung und nachhaltigen Ressourcennutzung.

Die Kombination aus eingehauster Kompostierung, großflächiger Photovoltaikanlage, Batteriespeicher und Wasserwiederverwendung verleiht dem Projekt bundesweiten Pioniercharakter. Zwar wurden einzelne Komponenten wie PV-Anlagen oder Batteriespeicher bereits andernorts eingesetzt, die intelligente Verknüpfung dieser Systeme in einer Kompostierungsanlage ist in dieser Form jedoch bislang einzigartig in Deutschland. Eine Förderung erhielt die AKG Agrar Kompost GmbH daher lediglich für einzelne elektrisch betriebene Maschinen – nicht jedoch für das Gesamtprojekt selbst.

In ihren Grußworten würdigten sowohl Bürgermeisterin Sarah Höfler als auch Landrat Bernd Obst die Bedeutung des Projekts für die Region. Bürgermeisterin Höfler hob insbesondere die Innovationskraft und die nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens hervor. Landrat Obst betonte die Wichtigkeit regionaler Verwertungskreisläufe und zeigte sich erfreut darüber, dass Bioabfälle aus der Region künftig noch effizienter vor Ort verwertet werden können.

Mit der Erweiterung der Anlage schafft die AKG Agrar Kompost GmbH die Voraussetzungen, um künftig deutlich größere Mengen an Bio- und Grünabfällen zu verarbeiten und daraus hochwertigen Kompost als Torfersatz für Erdenwerke zu erzeugen.